Der Anschlag auf die Tree-of-Life-Synagoge in Pittsburgh 2018
26 October 2026
Historischer Hintergrund
Am 27. Oktober 2018 griff ein rechtsextremer, antisemitischer Täter Menschen an, die sich zum Schabbatgottesdienst in einem Synagogengebäude im Pittsburgher Stadtteil Squirrel Hill versammelt hatten. Elf jüdische Gläubige wurden ermordet, weitere Menschen verletzt. In dem Gebäude kamen Mitglieder der Gemeinden Tree of Life, Dor Hadash und New Light zusammen. Der Angriff war nach Angaben des US-Justizministeriums eines der schwersten antisemitischen Verbrechen in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

Menschen und Wendepunkte
Die Ermittlungen dokumentierten die antisemitische Ideologie des Täters und seine öffentlichen Äußerungen vor der Gewalttat. Im Jahr 2023 wurde er nach einem bundesgerichtlichen Verfahren zum Tode verurteilt. Der juristische Prozess behandelte unter anderem Hassverbrechen und die Behinderung der Religionsausübung durch tödliche Gewalt. Die Opfer waren Gemeindemitglieder mit unterschiedlichen Lebensgeschichten. Der Angriff traf nicht nur ein Gebäude, sondern ein Netz von Familien, Ehrenamtlichen und religiösen Einrichtungen.

Quellen und Erinnerung
Die jüdische Gemeinschaft und die Stadt Pittsburgh organisierten Gedenkveranstaltungen, Hilfsangebote und langfristige Projekte zur Bewahrung der Erinnerung. Das October 27 Archive am Heinz History Center sammelt Dokumente und Zeugnisse. Eine sorgfältige Berichterstattung unterscheidet die Fakten des Strafverfahrens von politischen Deutungen und setzt die Namen und Geschichten der Opfer ins Zentrum. Der Kampf gegen Antisemitismus betrifft den Schutz religiöser Freiheit und die Sicherheit aller Minderheiten.
